19.10.2022
Traditionsmannschaft

Zu Gast auf der Bernd Nickel Sportanlage

Die Tradi spielt an diesem Freitag zu Ehren von Bernd Nickel auf der gleichnamigen Sportanlage seines Heimatvereins, dem SV Eisemroth.

Der Jahresabschluss für die Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht ist in diesem Jahr ein ganz besonderer. An diesem Freitag ist das Team von Karl-Heinz Körbel beim SV 1926 Eisemroth zu Gast, dem Heimatverein von Bernd Nickel. Nach dem ehemaligen Adlerträger, der vor fast genau einem Jahr verstarb, ist die Sportanlage benannt. Der Anpfiff erfolgt um 18.30 Uhr, für Rahmenprogramm ist gesorgt.

Bernd Nickel wird 1981 DFB-Pokalsieger mit der Eintracht.

Bernd Nickel wechselte 1966 im Alter von 17 Jahren zu Eintracht Frankfurt. Zu seinem ersten Einsatz bei den Profis kam er sechs Tage vor seinem 19. Geburtstag in der Spielzeit 1967/68 unter Trainer Elek Schwartz. Für die Adlerträger absolvierte er bis 1983 wettbewerbsübergreifend 541 Pflichtspiele und erzielte dabei 179 Tore. Er ist damit bis heute der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga und war insbesondere für seinen harten Schuss bekannt, der ihm den Spitznamen „Dr. Hammer“ einbrachte. Ein ganz besonderes Kunststück vollbrachte er im Frankfurter Waldstadion: Von allen vier Ecken verwandelte er in der Bundesliga einen Eckball direkt, unter anderem gegen den Weltmeister Sepp Maier.

Der Wechsel 1966 an den Main erfolgte 1966 vom SV 1926 Eisemroth, dem ersten Verein von Bernd Nickel. Dort begann er im Alter von acht Jahren mit dem Fußballspielen. Der Sportverein aus dem westlichen Mittelhessen und die Eintracht waren somit seine einzigen beiden Vereine in Deutschland, seine Karriere ließ Nickel später bei den Young Boys bern ausklingen. Entsprechend stolz ist der SV 1926 Eisemroth, der vor vier Jahren die Bernd Nickel Sportanlage einweihte – das „größte Projekt der Vereinsgeschichte“, heißt es auf der Homepage des SV.

An diesem Freitagabend ist die Traditionsmannschaft der Eintracht zu Gast und trifft auf eine Ü35-Auswahl des Gastgebers. Restkarten sind nur noch über den SV 1926 Eisemroth per E-Mail an benefiz-nickel@sv-1926-eisemroth.de erhältlich. Im Rahmenprogramm werden ehemalige Weggefährten über Nickel sprechen, das Eintracht-Fanmobil und weitere Eventmodule wie eine Hüpfburg werden angeboten. Trainer der Eintracht Frankfurt Fußballschule leiten ab 15.30 Uhr eine Einheit mit 40 Kids des Vereins. Als „Special Guest“ ist der Europapokal vor Ort, den die Eintracht in diesem Jahr gewonnen hat. Passt bestens zu Bernd Nickel, dessen größter internationaler Erfolg der Gewinn des UEFA-Pokals mit der Eintracht 1980 war.

1780 Zuschauer sehen in Hofheim-Wallau die Generalprobe der Tradi für das Benefizspiel in Eisemroth.

Die Eintracht-Tradi mit Karl-Heinz Körbel und Co. hat sich unterdessen in Wallau am vergangenen Freitag warmgeschossen. Zur Eröffnung der neuen Sportanlage waren trotz Regens 1780 zahlende Zuschauer gekommen und sahen beim 9:1 für die Eintracht zehn. Tore. Frank Gerster (zwei), Slobodan Komljenovic, Michael Thurk, Markus Husterer, Uwe Müller, Mohamadou Idrissou, Thomas Lasser und Alexander Schur trafen – und stehen an diesem Freitag nahezu geschlossen wieder im Kader der Adlerträger. Ebenso wie Torwart Hansi Steinle, der beim TV Wallau mit einigen Paraden mehr als ein Gegentor verhinderte.

Viele Treffer wollen die Zuschauer in Eisemroth auch sehen, im Vordergrund steht jedoch der gute Zweck und das Gedenken an Bernd Nickel.

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