19.09.2016
Traditionsmannschaft

Viele Tore zugunsten der Kinderhospizarbeit

Es ist der Alptraum aller Eltern: Wenn das eigene Kind die Diagnose erhält, sterbenskrank zu sein, bricht für die gesamte Familie die Welt zusammen.

Trauer, Verzweiflung, Wut, Ohnmacht – die Last der Gefühle ist in solchen Momenten überwältigend. Der Bundesverband Kinderhospiz steht seit bald 15 Jahren als Fels in der Brandung an der Seite betroffener Familien. Seit diesem Jahr auch mit Hilfe des Sorgentelefons „Oskar“, das rund um die Uhr das gesamte Jahr über freigeschaltet ist.

Als die Eintracht Frankfurt Traditionsmannschaft angefragt wurde, durch ein Benefizspiel zur Finanzierung dieses Beratungsangebots beizutragen, musste nicht lange überlegt werden. „Als Vater ist der bloße Gedanke an ein vorzeitiges Sterben meines eigenen Kindes unerträglich“, sagt beispielsweise ein nachdenklicher Ervin Skela, der die Wichtigkeit der Telefonberatung unterstreicht: „Man kann den Lauf der Dinge nicht aufhalten, aber man kann durch ein offenes Ohr und die richtigen Worte zur richtigen Zeit helfen, den Schmerz zu lindern. Wir tragen gerne dazu bei, das zu ermöglichen.“

Unter dem Motto „Wir für Kinder“ traf unsere Traditionsmannschaft am Mittwoch, den 24. August im Wiesbadener Europaviertel auf ein Allstar-Team aus ehemaligen Sportlern, Musikern, Politikern und Funktionären. Wer das Spiel gewinnen würde, war zweitrangig, das Ergebnis allerdings nicht. Denn für jedes erzielte Tor, ganz gleich auf welcher Seite, flossen 40 Euro in die Spendenkasse, die darüber hinaus durch zahlreiche Aktionen im Rahmenprogramm gefüllt wurde.

Entsprechend engagiert zeigten sich beide Mannschaften, wobei die Adlerträger schnell durchblicken ließen, dass sie den Platz als Sieger verlassen würden. Daniyel Cimen und Ervin Skela brachten die Eintracht in Führung, die sie im weiteren Verlauf auch nicht mehr abgeben würde. Auch wenn der Schweiß aufgrund sommerlicher Hitze strömte, blieb die Mannschaft cool und fuhr am Ende einen ungefährdeten 15:5-Sieg ein.

Eine besondere Erwähnung verdient an dieser Stelle Tradi-Keeper Hans Steinle, der normalerweise für das Verhindern von Gegnertoren zuständig ist, in diesem Spiel aber einen (fast lupenreinen) Hattrick zum Sieg beisteuerte und ungeahnte Torjägerqualitäten an den Tag legte. „Hansi ist immer für eine Überraschung gut“, schmunzelte Eintracht-Ikone Charly Körbel in Richtung des der neuentdeckten Goalgetters. „Sollte es in Zukunft eng werden, haben wir vorne jetzt eine neue Waffe“.

Organisator Uwe Vix konnte sich indes über einen vierstelligen Spendenerlös zugunsten der Kinderhospizarbeit freuen und kündigte bereits eine Neuauflage des Matches an. Die Eintracht Frankfurt Traditionsmannschaft dankt den Veranstaltern und insbesondere den Mitarbeitern des Bundesverbands Kinderhospiz für die gute und wichtige Arbeit.

So spielten Sie:

Steinle (Tobollik) - Wiedener (Zampach), Dworschak, Körbel (Caic), Gerster - Bommer, Borchers (Amstätter), Cimen, Komljenovic - Skela, Müller (Mai)

Tore:

1:0 Cimen, 2:0 Skela, 3:1 Skela, 4:1 U. Müller, 5:2 Komljenovic, 6:3 Skela, 7:3 Gerster, 8:3 Gerster, 9:3 Bommer, 10:3 Amstätter, 11:3 Amstätter, 12:5 Steinle, 13:5 Steinle, 14:5 Skela, 15:5 Steinle

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