„Entscheidend is‘ auf’m Platz.“, so lautet eine der ewigen Fußball-Weisheiten. Doch spielen sich wichtige Kämpfe auch jenseits des grünen Rasens ab. Ein beliebtes Duell findet – überall auf der Welt – zwischen Fußballanhängern und Sicherheitskräften statt. In der DDR stand dieser Konflikt unter den Vorzeichen einer Diktatur: So gerieten Fußballfans ins Visier der Sicherheitskräfte und wurden von Zuschauenden zu Beobachteten. Mit verdeckten Methoden – getarnt als Sportreporter oder mit einer Kamera im Knopfloch – ermittelte der Staatssicherheitsdienst in- und außerhalb der Stadien und hielt „verdächtige“ Fußballanhänger*innen fotografisch fest.
Aber auch die in die Bundesrepublik geflüchteten DDR-Fußballer wie der spätere Eintracht-Star Norbert Nachtweih durften sich im Westen nicht in Sicherheit wähnen. Auch sie wurden nach ihrer Flucht durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in der Bundesrepublik observiert. Das Kameraobjektiv eines Stasi-IM hatte das Wohnumfeld Nachtweihs als auch das Trainingsgelände der Frankfurter Eintracht fest im Blick.
Die Veranstaltung nimmt am Beispiel neuer fotografischer Quellenfunde aus den Beständen des Ministeriums für Staatssicherheit und der Volkspolizei die visuelle und politische Geschichte der Kampfzonen rund um das Fußballfeld in den Blick. Geladen sind Norbert Nachtweih (ehem. Bundesligaprofi Eintracht Frankfurt, Flucht aus der DDR 1976) und der Leipziger Fußballfan Jens Fuge (Chemie Leipzig). Nach einem einführenden Vortrag kommt Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) mit den Gästen ins Gespräch.
12. November 2025: Im Fokus der Staatsmacht. Überwachung von Fans und Fußballern durch das MfS und die Polizei.
- Start: Mittwoch, 12. November 2025, 19.30 Uhr.
- Ort: Eintracht Frankfurt Museum
- Eintritt: 6 € Erwachsene, 4 € ermäßigt (Schüler, Studierende, Rentner). Mitglieder des Fördervereins Eintracht Frankfurt Museum haben freien Eintritt.
- Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung unter museum@eintrachtfrankfurt.de.
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E-Mail: museum@eintrachtfrankfurt.de

