17.10.2016
Traditionsmannschaft

Tag der Legenden

Er ist das Highlight im Kalender aller Bundesliga-Nostalgiker: Der Tag der Legenden in Hamburg.

Wenn sich am Millerntor das Who is Who der deutschen Fußballlandschaft die Ehre gibt, ist Tradition zum Anfassen garantiert. Nach einem Jahr Pause gab es vor wenigen Wochen die 11. Auflage. Eintracht-Ikone Charly Körbel war erneut mit von der Partie und blickt für uns zurück.

Der Tag der Legenden ist aus meiner Sicht eine der besten Veranstaltungen des Jahres. Die Leidenschaft, mit der das Team von Reinhold Beckmann dieses Spiel und das ganze Drumherum organisiert, ist einfach unschlagbar. Es stimmt einfach alles: Du hast eine erstklassige Umgebung, über 25.000 Zuschauer, tolle Atmosphäre, Spieler aller Generationen. Und dann natürlich auch noch ein Abendprogramm, das sich sehen lassen kann.

Das Highlight war für mich, unter der Leitung von Otto Rehhagel zu spielen. Letztes Mal hatte ja Jupp Heynckes das Kommando, diesmal also Otto. Diese Trainergeneration ist einfach sagenhaft. Wie Sie selbst solche Spiele ernst nehmen und immer gewinnen wollen. Da sagt man immer es gehe um den guten Zweck und den Spaß. Von wegen, die wollen Siegen! Und so stellen sie auch die Mannschaft ein. Einfach Klasse.

Wir haben den verletzten Thomas Berthold kurzerhand zum Co-Trainer ernannt, um sicherzugehen, dass der Otto auch durchwechselt. Sonst hätte er um des Sieges Willen nur die Jüngsten spielen lassen. Wir hatten gehofft, dass Otto das nicht merken würde, aber er hat natürlich alles gemerkt. So einem kann keiner etwas vormachen.

Was ich auch stark fand, war die Leistung von Manni Kaltz. Zuletzt hatte ich ja den Eindruck, dass er ein wenig unrund läuft. Und dann dieser Auftritt mit Flanken wie zu seiner besten Zeit. Das kann bis heute keiner wie er. Und dann ist er auch noch marschiert und hat geackert. Hut ab! Auch ein Bruno Labbadia hat losgewirbelt als wäre es ein Bundesliga-Spiel gewesen. Daran sieht man, dass dieses Spiel auch ein Prestigekampf ist.

Am Ende haben wir das Spiel erfreulicherweise 4:3 gewonnen und ich konnte meinen Teil dazu beitragen, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Beckmann hat mich sogar zum Kapitän ernannt, der die Trophäe in Empfang nehmen durfte. Spätestens ab dem Moment war klar, dass nichts schiefgehen würde. Schließlich habe ich noch nie ein Pokalspiel verloren!

Am Abend ging es dann wie immer im Schmidts Tivoli hoch her. Die Auftritte von Revolverheld und Roland Kaiser waren überragend und die Stimmung genial. Es war der perfekte Abschluss für einen wunderbaren Tag. Und das Beste: Für den guten Zweck kamen am Ende über 200.000 Euro zusammen!

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