Am Mittwoch, den 29. Oktober 2025 findet die nächste Veranstaltung der Spurensuche unter dem Titel „Frankfurt vergisst nicht“ statt. In der Beethovenstraße 5 wird um 12.20 Uhr ein Stolperstein für unser Vereinsmitglied Max Loeb enthüllt.
Der am 11. April 1879 geborene Max Loeb führte auf der Zeil 114 eine Textilagentur für Sport- und Berufskleidung. Im Juli 1928 machte ihn der damalige Schatzmeister Hugo Reiss vom Schlappeschneider zum Vereinsmitglied.
Am 16. November 1938 wurde Max Loeb infolge des Novemberpogroms verhaftet und unter der Häftlingsnummer 30482 in Dachau interniert. Nach seiner Entlassung im Dezember 1938 musste er seine Firma aufgeben. Ein Jahr später musste er seine Wohnung verlassen und mit weiteren Juden in das damals noch im jüdischen Besitz befindliche Haus Mainzer Landstr. 32 umziehen.
Max Loeb wurde vermutlich 1942 in ein Konzentrations- oder Vernichtungslager deportiert und ermordet. In einer „Devisenakte“ im Hessischen Hauptstaatsarchiv findet sich ein handgeschriebener Zettel des Oberfinanzpräsidenten Kassel vom 19. Mai 1942, auf dem vermerkt ist: „In Registratur auf Karteikarte vermerken, evakuiert“. Das genaue Todesdatum und der Todesort von Max Loeb sind nicht bekannt.
Zur Stolpersteinenthüllung von Max Loeb wird Eintracht-Vizepräsident Stefan Minden sprechen. Roman Kuperschmidt sorgt mit seiner Klarinette für die musikalische Begleitung.
Start: Mittwoch, 29. Oktober 2025, 12.20 Uhr, Beethovenstr. 5.
Bereits um 11.20 Uhr verlegen die Kollegen vom befreundeten Historischen Institut der Deutschen Bank in der Liebigstr. 41 Stolpersteine für Henriette und Wilhelm Assenheim. Auch dazu sind Interessierte herzlich eingeladen, wir laufen danach gemeinsam zur Beethovenstraße.
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