15.08.2022
Museum

Spurensuche 2022/23 „Arisierung“ / Enteignung

Am Donnerstag, 18. August, starten die Fanbetreuung und das Eintracht Frankfurt Museum das dritte Spurensuche-Projekt.

Am Donnerstag, 18. August, starten die Fanbetreuung und das Eintracht Frankfurt Museum das dritte Spurensuche-Projekt. Die diesjährige Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit der „Arisierung“ jüdischen Vermögens. Ein genauer Blick gilt dabei der Hausschuhfabrik J. & C. A. Schneider, deren Inhaber Fritz und Lothar Adler und Walter Neumann die Eintracht Anfang der 1930er Jahre massiv unterstützten. Der „Schlappeschneider“ förderte die „Schlappekicker“ – bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933.

Die Veranstalter haben Experten gewinnen können, die über die schrittweise Enteignung der im NS verfolgten Menschen informieren. Wir freuen uns auf Angehörige der Inhaber der Firma J. & C. A. Schneider, die gemeinsam mit den Gästen auf Spurensuche gehen und Stolpersteinverlegungen vorbereiten. Natürlich wird auch Helmut „Sonny“ Sonnenberg wieder das Projekt begleiten.

Donnerstag, 18. August: „Dem Verein verzeiht man, dem Land nicht. Jüdische Fußballfans in Frankfurt“ 

Jonas Kreutzer, Natalija Köppl, Julian Feider und Simon Bloemers haben im Rahmen ihres Master-Studiums an der Uni Gießen eine sehenswerte Dokumentation erstellt, in der Sonny die Hauptrolle spielt. Zu Beginn des diesjährigen Spurensuche-Projekts läuft der 45-minütige Film im Beisein der Macher – und Protagonist Sonny selbst.

  • Start: 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Dienstag, 20. September: „Arisierung“ – legalisierter Raub

Stefan Minden ist seit 2014 Vizepräsident von Eintracht Frankfurt e.V. Beruflich beschäftigt er sich gemeinsam mit der Claims Conference seit vielen Jahren mit Entschädigungsansprüchen jüdischer Opfer des Nationalsozialismus. Im Museum berichtet er über die schrittweise „Arisierung“ jüdischen Vermögens nach 1933 – und den Umgang mit diesem legalisierten Raub in der Nachkriegszeit.

  • Start: 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Montag, 17. Oktober: Stadtrundgang auf Spuren vom Schlappeschneider 

Die Firma J. & C. A. Schneider war ab 1911 im Gallusviertel beheimatet. Hier entwickelte sich das Unternehmen schnell zum größten Hausschuhhersteller Europas. Die Inhaber unterstützten ihre Eintracht – und Spieler der SGE fanden beim Schlappeschneider ihren Job. Helga Roos von der Geschichtswerkstatt Gallus führt an die Stelle, wo einst der „Schlappeschneider“ war und zeigt den Geschichtsort Adlerwerke.

  • Start: 17.30 Uhr, Treffpunkt Güterplatz, Straßenbahnhaltestelle.

Dienstag, 22. November: Die Adlers zu Gast im Eintracht-Museum

Eric Adler lebt mit seiner Familie in den Niederlanden. Sie sind Fans des Liverpool FC – und von der SGE. Die Liebe zur Eintracht ist familienbedingt, denn Erics Opa war einer der Inhaber der Firma Schneider. Im Gespräch mit Eric und seiner Frau Gabriele wird es unter anderem um die Erinnerung in der Familie gehen – und die Vorbereitungen der nächsten Stolpersteinverlegung der Eintracht.

  • Start: 19.30 Uhr, Eintritt frei.

27. Januar bis 29. Januar 2023: Abschlussreise

Die diesjährige Abschlussreise des Spurensuche-Projekts führt in die Gedenkstätte Dachau bei München. Die Reise folgt unter anderem den Spuren des jüdischen Eintrachtlers und langjährigen Vorstandsmitglieds Emanuel Rothschild, welcher in Dachau inhaftiert war. Vertreter der Initiative „Nie Wieder!“ zeigen die Gedenkstätte, diskutieren über Erinnerungsarbeit und Fußball. Der zweite Tag findet im Rahmen des Erinnerungstags im Deutschen Fußball im Bayern-Museum statt – inklusive Besuch des Auswärtsspiels der Eintracht-Profis beim FC Bayern.

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