27.06.2021
Museum

Spurensuche 2: Die Eintracht reist nach Frankenthal

Nach „Frankfurt - Theresienstadt - Eine Spurensuche“ beschäftigen sich die Fanbetreuung und das Museum im Folgeprojekt mit dem Thema „Verantwortung innerhalb des Vereins“.

Nach dem großen Erfolg des Projekts „Frankfurt - Theresienstadt - Eine Spurensuche“ beschäftigen sich die Fanbetreuung und das Eintracht Frankfurt Museum im Folgeprojekt mit dem Thema „Verantwortung innerhalb des Vereins“.

Kooperationspartner des Projekts sind das Fritz Bauer Institut, die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und die Initiative „!Nie wieder“. Im gemeinsamen Angebot enthalten sind Vorträge, Diskussionsrunden und Filmvorführungen sowie Tagesreisen und ein mehrtägiger Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Nachdem einige Veranstaltungen zu Beginn des Jahres Corona-bedingt verschoben werden mussten, wird das Programm nun, unter Einhaltung aller Hygienevorschriften, fortgesetzt. Am 3. Juli 2021 erfolgt ein Besuch der Stadt Frankenthal.

Beim Besuch in Frankenthal erwartet die Teilnehmenden ein Treffen mit Vertretern des Fördervereins für jüdisches Gedenken Frankenthal. Der Verein hat in den vergangenen Jahren in der Stadt eine kritische Auseinandersetzung mit der Biographie von Dr. Adolf Metzner angestoßen. Metzner, ein Gönner der Stadt Frankenthal, war seit 1939 gemeinsam mit Rudolf Gramlich Vereinsführer der Frankfurter Eintracht. Bereits 1933 war der erfolgreiche Leichtathlet der SS beigetreten. Max Aigner schreibt in seiner am Fritz Fritz Bauer Institut erarbeiteten Studie, dass Adolf Metzner nach 1933 „sich potentiell aus gewissen ideologischen Übereinstimmungen, in größerem Maße aber wohl aus karrieristischen und sportpolitischen Motiven ohne größere Schwierigkeiten in das NS-Regime integrierte. Als NS-belastet kann er gelten, da er sich aktiv zum Beitritt zu einer aggressiven und gewalttätigen NS-Organisation entschloss, das Regime durch seine Veröffentlichungen intellektuell zu legitimieren half und sich als Sportverantwortlicher an seiner funktionalen Aufrechterhaltung beteiligte.“

Die Exkursion startet am 3. Juli 2021 um 12 Uhr direkt am Bahnhof Frankenthal. Bei einer Führung durch die Stadt werden Orte vorgestellt, die mit Adolf Metzner in Verbindung stehen. Nach einer kurzen Pause findet um 15 Uhr im Dathenushaus ein Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde statt. Referent ist Rüdiger Stein vom Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

An der Tagesreise Interessierte können sich telefonisch unter 069 95503275 beziehungsweise per E-Mail unter spurensuche@eintrachtfrankfurt.de anmelden.

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