24.08.2015
Traditionsmannschaft

Mit „Daniel Doppelpack“ zum Kantersieg

Die Siegesserie geht weiter: Auch im Match gegen die Naturpark-Auswahl im Rahmen des Familienwandertags der Eintracht Frankfurt Fußballschule fuhr unsere Traditionsmannschaft einen ungefährdeten Erfolg ein.

Der Matchwinner hatte diesmal ausnahmsweise kein einziges Bundesligaspiel auf dem Buckel: FFH-Moderator Daniel Fischer mischte ordentlich mit und trug sich gleich zweimal in die Torschützenliste ein.

Das Benefiz-Match zwischen unserer Traditionsmannschaft und einer mit Prominenten besetzen Naturparkauswahl am 26. Juli war das Highlight des ersten Familienwandertags der Fußballschule im Naturpark Taunus. Bei angenehm sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein trafen beide Teams am Jugendzeltplatz Kammerforst bei Niederlauken aufeinander.

Der Fußballplatz liegt idyllisch mitten in einem Waldstück im Usinger Land. Und auch wenn der Rasen nicht ganz den Standards der FIFA entsprechen mag, so besticht er doch mit jeder Menge Charme. Acker hin oder her – Ausreden gelten bei der Traditionsmannschaft sowieso nicht. Jedes Spiel will gewonnen werden, das wurde bei der „psychologischen Kriegsführung“ vor Anpfiff mehr als deutlich.

„Wir werden ihnen die Bude vollhauen“, kündigte Cezary Tobollik vollmundig an. Landrat Ulrich Krebs (CDU), der das Tor der Naturpark-Auswahl hütete, wollte sich so schnell nicht geschlagen geben: „Wir haben ja auch ein paar ganz gute Leute dabei. So können wir vielleicht mit etwas Glück das eine oder andere Tor verhindern und auch selbst eins schießen.“

Tradi legt los wie die Feuerwehr

Leichter gesagt als getan, die Eintracht ließ vom Anstoß an keinen Zweifel daran, wer der Herr im Hause war. Dominant drückte sie den Gegner tief in die eigene Hälfte, ließ den Ball schön laufen (wenn man das so sagen kann – eigentlich holperte er anmutig über den Acker) und ging schon nach vier Minuten mit 1:0 in Führung. Frank Gerster eröffnete den Torreigen nach einem herrlichen Doppelpass mit Slobodan Komljenovic.

Lange Zeit zum Verschnaufen hatten die weiß gekleideten Naturpark-Spieler nicht. Kurz nach dem Tor setzte sich Sascha Amstätter, einer der Neulinge im Team der Eintracht-Goldies, im Strafraum durch, sein Versuch den Keeper zu überlupfen scheiterte aber knapp. Für die Gastgeber deutete sich ein schwieriger Nachmittag an. Erstrecht nach dem Tor des Tages:

Sascha Amstätter brachte die Flanke von rechts in den Strafraum, Slobodan Komljenovic stieg artistisch hoch und legte die Kugel im Sprung mit der Hacke zurück an die Strafraumgrenze, von wo aus Charly Körbel den Ball aus vollem Lauf Volley nahm und in die Maschen knallte. Ein Treffer Marke Tor des Monats. FFH-Moderator Daniel Fischer mimte den Stadionsprecher und die knapp 500 Zuschauer riefen auf Fischers Vorlage ein lautstarkes „Kör-bel“ zu Ehren des Torschützen. Da waren gerade einmal sechs Minuten gespielt.

Skela erinnert an seine besten Zeiten

In der 12. Minute ging das muntere Scheibenschießen weiter: Ervin Skela nahm aus gut 25 Metern Torentfernung ganz genau Maß, guckte den Torwart aus und versenkte seinen gefühlvollen Schlenzer zum 3:0 rechts unten. Manch einer dürfte sich an die Sahne-Zeit des nunmehr 38-Jährigen ehemaligen Spielmachers der Eintracht erinnert haben.

Mitte der ersten Hälfte verflachte die Partie dann ein wenig. Die Eintracht schaltete mindestens zwei Gänge zurück. Die Naturpark-Auswahl hatte sich in der Defensive mittlerweile besser sortiert und konnte sogar die eine oder andere Offensivaktion wagen, ohne dass es aber zu nennenswerten Strafraumszenen gekommen wäre. Torchancen waren in dieser Phase Mangelware, einzig Skela zwang Ulrich Krebs nach einer feinen Einzelleistung und einem scharfen Schuss zu einer Glanzparade inklusive Szenenapplaus.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff kam dann wieder mehr Zug in die Partie: Erst scheiterte Skela mit einem Lupfversuch an Krebs, dann machte es der 75-fache albanische Nationalspieler besser und donnerte einen herrlichen Volley nach Flanke von Gerald Mai flach links ins Netz. Mit 4:0 ging es in die Kabinen, die deutliche Führung ging absolut in Ordnung. Die Aktivposten Skela, Amstätter und Komljenovic hatten mächtig gewirbelt, Torhüter Hansi Steinle im Kasten der Tradi durfte lediglich zweimal an den Ball.

Fischer debütiert für die Traditionsmannschaft

Das sollte sich in der zweiten Halbzeit ändern, aber der Reihe nach: Zunächst freuten sich Spieler und Fans gleichermaßen über des Debüt eines prominenten Gastspielers – Daniel Fischer tauschte das Mikro gegen den Ball, streifte sich das heilige Eintracht-Dress über und erfüllte sich selbst damit einen lange gehegten Kindheitswunsch. Und er musste nicht lange auf seine erste Torchance warten. 

Schon in der ersten Minute nach Wiederanpfiff scheiterte er noch am neuen Keeper, keine 60 Sekunden später drang Skela in den Strafraum ein, umspielte den Torwart und wurde von diesem elfmeterreif gefoult. Beim fälligen Strafstoß war schnell klar, dass Fischer nicht um die Ausführung herum kommen würde. Er legte sich den Ball zurecht, nahm drei Schritte Anlauf und verwandelte sicher halbrechts – 5:0.

Dann  war es erstmal vorbei mit der Eintracht-Herrlichkeit. Die Naturparkauswahl zeigte jetzt, dass sie nicht gewillt war einfach nur als Sparringspartner herzuhalten und erhöhte die Schlagzahl merklich. Die direkte Folge war das viel umjubelte 5:1 durch Carsten Filges (Grüne), nachdem die SGE den Ball in der Abwehrreihe vertändelt hatte. Hansi Steinle konnte den ersten Versuch von Uwe Fink noch vereiteln, beim Nachschuss war er aber chancenlos.

Naturpark-Elf wehrt sich

Und die Gastgeber legten nach. Marco Hensch fuhr einen schönen Konter, legte den Ball mit Übersicht nach rechts auf, doch der Schuss seines Teamkollegen strich  knapp am Tor vorbei. Kurz danach fiel auf kuriose Weise trotzdem das 5:2: Charly Körbel und Clemens Appel plauderten launig am eigenen Strafraum und bekamen gar nicht mit, dass auf der anderen Spielfeldseite ein gegnerischer Angriff lief. Matthias Lehrl sagte danke und versenkte eiskalt.

Kurz darauf schnappte sich Körbel selbst die Torwarthandschuhe und tauschte mit Hansi Steinle die Rollen. Der Rekordbundesliga-Spieler ließ hinten nichts mehr anbrennen, stattdessen war es die Eintracht, die wieder das Heft des Handelns in die Hand nahm. Erst veredelte Skela einen Konter aus heiterem Himmel cool links unten, dann setzte Daniel Fischer mit seinem zweiten Treffer des Tages den Schlusspunkt zum 7:2 Endstand.

Trotz der am Ende klaren Angelegenheit zeigten sich alle Beteiligten nach Schlusspfiff glücklich über den Spielverlauf. „Ich muss sagen, das hat viel Spaß gemacht, wir sind jetzt auch etwas an Erfahrung reicher. Ich hätte nie gedacht, dass ich noch erleben darf mit solch tollen Fußballern auf dem Platz zu stehen“, freute sich Götz Esser von der Naturparkauswahl. Charly Körbel beeindruckte vor allem die Leistung Daniel Fischers: „Wir wussten ja, dass Daniel ein super Moderator ist. Aber seine Torjägerqualitäten waren uns noch nicht bekannt. Von nun an soll er im gesamten FFH-Land als "Daniel Doppelpack" bekannt sein!“

Derartig geadelt strahlte der 38-Jährige eingefleischte Eintracht-Fan auf dem Weg in die Kabine wie ein Honigkuchenpferd und lieferte das Fazit des Tages gleich mit: „Es hat wirklich riesengroßen Spaß gemacht. Dass ich hier mitspielen durfte, war das i-Tüpfelchen für diesen wunderbaren Tag.“

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