19.01.2009
Aktuelles

Helfen mit Herzblut

Gut gelaunte Menschen, viel Freude darüber, dass auch mit dem Erlös des zweiten Ann-Kahrin-Linsenhoff-Unicef-Cups in Rotenburg mit Aids infizierten Kindern in Kambodscha geholfen werden kann. Die so genannte Players Night im Lindner Sport- und Congress Hotel Rodenberg stand unter einem guten Stern.

20.000 Euro aus dem ersten Turnier des Vorjahres sind an die Linsenhoff-Unicef-Stiftung überwiesen worden. Das teilte Karl-Heinz (Charly) Körbel, Leiter der Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht mit. Nach dem Turnier in der Meirotels-Halle, das der Karlsruher SC gewann - siehe Sport - waren Sponsoren und Ehrengäste ins Lindner-Hotel eingeladen.

"Man sieht, wo das Geld bleibt. Das ist fantastisch."

"Ich kam sehr verändert wieder." So kommentierte Ann Kathrin Linsenhoff ihre Eindrücke in Kambodscha. Dort unterstützt sie ein HIV-Projekt mit zurzeit 670 000 Euro, die in den vergangenen eineinhalb Jahren gespendet worden sind. Herzlichen Dank sagte sie der Eintracht und Charly Körbel, die die 2002 gegründete Unicef-Stiftung "schon lange unterstützen". Das sei Unterstützung mit Herzblut, lobte Linsenhoff: "Dieses Herzblut braucht man nicht nur im Sport, sondern auch im Sozialen."

Kambodscha ist nach Angaben Linsenhoffs das Land mit der hächsten HIV-Rate Asiens. Kinder, die angesteckt oder unterernährt seien, würden unter desolaten Bedingungen behandelt. Die Stiftung unterstütze zum Beispiel die Renovierung der Kinderstation eines Krankenhauses. Drei neue Kinderstationen seien im Bau. Man helfe Straßenkindern und armen Familien, "die sonst keine Perspektive hätten". Die Stiftung finanziere auch eine Notaufnahme und einen Spielplatz: "Solche Kinder erleben solch einen Spaß zum ersten Mal." Unicef, so betonte Linsenhoff, wolle die mangelnde medizinische Versorgung in den Provinzen sowie die Schul- und Berufsausbildung fördern.

Zu ihrem Besuch in Kambodscha sagt sie: "Man sieht, wo das Geld bleibt. Das ist fantastisch." Sie informierte auch über die Situation in enem Elendsviertel nahe der vietnamesischen Grenze. Ein an Aids erkranktes 14-jähriges Mädchen, deren Eltern an Aids gestorben seien, lebe bei der schwer kranken Großmutter (75) und wünsche sich ein Fahrrad, um zur Schule und ins Krankenhaus fahren zu können.

Auch Fußballbund spendet

Rolf Hocke aus Wabern, Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), war von der Dokumentation so beeindruckt, dass er der Stiftung eine "angemessene Spende" des DFB zusagte. Über die genaue Höhe konnte Hocke noch nichts sagen. Er müsse dies noch mit dem Präsidenten und dem Schatzmeister absprechen.

Der DFB - mit 6,5 Millionen Mitgliedern in 26.000 Vereinen weltgrößter Sportverband - habe eine soziale Aufgabe. "Solch ein Vorhaben muss man unterstützen", sagte er zum Engagement Linsenhoffs: "Wir wissen Ihre Arbeit sehr zu schätzen. Ich möchte Sie ermuntern, das Projekt weiterhin erfolgreich umzusetzen."

(Quelle: HNA)

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