23.06.2012
Aktuelles

Eintracht kommt sympathisch rüber

Bundesliga-Traditionself liefert zum 100-Jährigen in Dautphe 16 \"Päckchen\" ab.

400 Anhänger, 18 Tore und strahlende Gesichter überall! Der Auftritt der Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt in Dautphe aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der örtlichen Spielvereinigung geriet zu einer runden Sache. Mit 16:2 (7:1) fertigten die Ex-Profis vom Main eine verstärkte Dautpher Alte-Herren-Mannschaft ab und zauberten dabei mit dem runden Leder.

Eintracht-Spieler Slobodan Komljenovic freute sich: "Der Rasen ist der absolute Wahnsinn. Auf einem solchen Klasseplatz zu spielen, macht richtig Spaß." Der einstige EM- und WM-Teilnehmer Serbien-Montenegros und 134-fache Bundesligaspieler machte den Gastgebern damit ein großes Kompliment.

"Adlerträger" bescheren den Zuschauern Fußball über viele Spielstationen

Wie die "Adlerträger" dann auf dem Feld auftraten, verdient Respekt. Wunderbare Spielzüge über acht, neun Stationen und Flanken von der Grundlinie wechselten in rasanter Geschwindigkeit mit herrlichen Torabschlüssen, aber auch mit Showelementen. "So hatten wir uns das vorgestellt", erklärte Fritz Pfeiffer, Vorsitzender der Spielvereinigung Dautphe.

Auf Frankfurter Seite überragte Linksfuß Michael Anicic. Der Regisseur war fast an allen torgefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt und steuerte vor dem Wechsel drei Treffer bei (9./11./19.). Der bullige Sturmtank Harry Krämer (9./23) sowie Ralf Weber (25./34.) sorgten bei einem zwischenzeitlichen Kontertor der Auswahl durch den Buchenauer Peter Kissling (16.) für den 7:1-Pausenstand.

Ralf Weber hatte es den Fans besonders angetan. Kaum hatte er nach herrlichem Zuspiel Anicics aus vollem Lauf und per Lupfer in einer Bewegung den starken Dautpher Schlussmann Ingo Eberl überwunden, stand er am Mikrofon Rede und Antwort. Weber sparte dabei seine schwärzeste Stunde nicht aus, nämlich die am 16. Mai 1992 in Rostock verpasste Deutsche Meisterschaft.

Die Dautpher Auswahlmannschaft, die zuvor vier Mal gemeinsam trainiert hatte, tat, was sie konnte. "Die früheren Profis waren am Ball einfach überragend. Selbst wenn man einen Gegner mal rempeln wollte, kam man nicht ran. Die sind einfach zu schnell", lächelte Mittelfeldmann Michael Koza. Getreu dieser Einschätzung gestaltete sich auch der zweite Durchgang. Die Eintracht gab weiter Gas und geizte nach dem zweiten Treffer der Auswahl durch Volker Glanz (47.) nicht mit herrlichen Toren. Anicic (58./65./68.), Thomas Zampach (62./64./67.) sowie Krämer (55.), Patrick Glöckner (59.) und Patrick Falk (70.) erhöhten nach sehenswerten Ballstafetten zum 16:2-Endstand. Wie die Gäste das Leder laufen ließen, riss die Anhänger immer wieder zu Szenenapplaus hin.

Mindestens so angetan aber waren die Zuschauer von fanfreundlichen Auftreten der früheren Bundesliga- und Nationalspieler sowie DFB-Pokalsieger. Die Stars von einst schrieben sich bei Autogrammen förmlich die Finger wund, jubelten in Person von Spaßvogel Thomas Zampach nach Toren gemeinsam mit den jüngsten Fans und blieben teilweise noch zwei Stunden nach der Partie vor Ort. Slobodan Komljenovic sowie Dietmar Roth stellten sich den Fragen am Mikrofon und gemeinsam feierten alle den 4:2-Viertelfinalsieg der deutschen Nationalmannschaft, der via Großbildleinwand im benachbarten Festzelt zu erleben war.

Jupp Krummes Trainerstuhl wackelt trotz der 2:16-Schlappe noch lange nicht

Die Lacher auf seiner Seite hatte der Dautpher Auswahltrainer Josef "Jupp" Krumme: "Ich habe zwar 2:16 verloren, aber die feuern mich hier trotzdem nicht. Ich darf wieder nach Dautphe kommen", lächelte der einstige Chefcoach der Schwarz-Weißen.

Schiedsrichter: Fabian Bierau (VfL Biedenkopf).

Auswahl Dautphe: Eberl - Klingelhöfer, Ralf Hikade, Joachim Hikade, Glanz, Neumann, Feuring, Bamberger, Schäfer, Kissling, Reuter (Koza, Jesberg, Meyer, Becker).

Eintracht Frankfurt Traditionself: Steinle - Anicic, Falk, Glöckner, Komljenovic, Müller, Roth, Tobollik, Weber, Krämer, Zampach (Herzberger, Mai, Appel).

(Quelle: mittelhessen.de)

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