16.06.2008
Aktuelles

Benefizspiel in Bergrheinfeld war ein dufter Fußballabend

Bergrheinfeld (14.06.2008) - So gut wie niemand verließ am Freitagabe das Sportgelände des TSV Bergrheinfeld ohne EDEKA-Tüten. Ernst Gehling, Organisator des Benefiz-Fußballspiels, bekam von diesem so gut wie gar nichts mit.

Weil er ständig rund um den Platz wirbelte, Lose verkaufte für eine Tombola, für die der Einkaufsriese die Preise stellte. Der Erlös der Verkäufe sowie vom Verzehr vor allem der heiß begehrten Pizza-Hälften flossen komplett an den Verein KIWI, der die Kinder der Würzburger Intensivstation unterstützt. Zahlreiche prominente Fußballer lockten über den gesamten Abend gesehen so einige hundert Zuschauer zum TSV und vor Gehlings Loseimer.

Markus Bähr kennen sicherlich nicht so viele Fußballfans. 33 Jahre alt ist der, beendete vor sieben Jahren bereits im Dress des SC Pfullendorf seine höherklassige Fußballkarriere, gewann 1996 mit dem Karlsruher SC immerhin den DFB-Pokal und kam auf insgesamt 34 Bundesligaspiele und ein Tor. Am Freitag netzte er gleich drei Mal ein. Im Dress der Frankfurter Eintracht, für die er aktiv zwer nie auflief, zu deren Traditionsmannnschaft er nun aber gehört. Neben anderen Namen, die man viel eher mit den Hessen in Verbindung bringt. Ralf Weber beispielsweise, der treue Charly Körbel, Norbert Nachtweih, Manfred Binz, Jürgen Mohr, Uwe Bindewald - sie alle liefen in Bergrheinfeld auf. Und passend zur "Roth Bier"-Arena dort natürlich auch Ditmar Roth, noch ein alter Eintracht-Haudegen.

Die Frankfurter trafen auf ein Sternstunden-Team, das mit einigen lokalen fränkischen Akteuren verstärkt wurde. Nicht alle Namen, die da im Vorfeld durch die Medien geisterten, tauchten letztlich zwar auf. Markus von Aufseß, Rainer Kilian und Reiner Wirsching kannte man jedoch, genauso den bereits 67 Jahre alten Karsten Wettberg, Trainerlegende und beim TSV 1860 in München jetzt mit in der Verantwortung. Ralf Fritscher von der FT Schweinfurt und Thomas Niesner von der DJK Schwebenried halfen zudem beim Sternstunden-Team aus, das sich die erste Halbzeit bei Keeper Claus Reitmaier bedanken konnte, dass es lange noch 0:0 stand. Der aus Würzburg stammende Torwart-Trainer des Hamburger SV bewies mit seinen 44 Jahren, dass er wohl noch immer im Oberhaus mithalten könnte.

Bährs 0:1 verhinderte er aber nicht, Uwe Bindeswalds 0:2 vor der Pause ebenso nicht. Dafür verschossen noch vor dem Seitenwechsel mit Ralf Weber und Manni Bind zwei Ex-Nationalspieler wohl vor Ehrfurcht Foulelfmeter in den Himmel. Uwe Müller verletzte sich dummerweise vor dem ersten Strafstoß, erlebte des Rest des Abends humpelnd, als Markus Bährs Flugkopfball das 0:3 bedeutete, Andre Wiedener und Volker Greul schließlich trafen so wie nochmals Bähr zum 0:6. Da stand längst Rüdiger "Jo" Erhard im Kasten der Sterstunden, Bergrheinfelder Torwart-Legende und beim TSV jetzt Abteilungsleiter. Den Ehrentreffer von Thomas Niesner ließen die Frankfurter das Sternstunden-Team bereitwillig erzielen. "Nur noch fünf", forderte der durchs Programm führende Stadionsprecher Volker Hensel da. Angesichts der bereits angebrochenen 88. Minute ein sinnloses Begehren...

Letztlich war´s trotzdem schön, schmeckten die kulinarischen Genüsse und lief ordentlich was ein für Kinder, denen es nicht so gut geht. Und weil von EDEKA in erster Linie als Tombola-Preise Putzmittel Marke "Bergfrühling" und "Mystery Sahara"-Weichspüler ausgelobt wurden, wird es die nächsten Monate in so manchem Haushalt der Region auch noch so richtig frisch riechen.

(Aus Bergrheinfeld; Text: SWEX.DE; Foto: B.Wuschek)

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