16.12.2019
Traditionsmannschaft

Aus Tradition umkämpft

Noch vor den Profis war am Sonntagmittag die Traditonself der Eintracht beim Pendant des FC Schalke 04 gefordert. Das Legendentreffen kannte keine Verwandten.

Für einen (Spiel-)Tag war alles wie früher. Treffpunkt um 10 Uhr morgens in Frankfurt, gemeinsame Abfahrt mit dem zweiten Mannschaftsbus der Eintracht gen Gelsenkirchen, wo die Königsblauen um Abteilungsleiter und Weltmeister Olaf Thon zum Kräftemessen warteten. Nur einer war schon vorher dort: Fredi Bobic, zwar nie als Adler tragender Spieler aktiv, aber seit seinem Amtsantritt als Sportvorstand 2016 längst in die Eintracht-Familie aufgenommen und gelegentlich in der Tradi aktiv. Mit einem sehenswerten Hackentreffer fand sich Bobic auch in der Torschützenliste wieder.Mit einem Augenzwinkern vergleichbar mit dem Abendspiel auf Schalke fand auch das Traditionstreffen in einer Halle statt, der auf dem Stadiongelände befindlichen „P7“, wo es hieß: Kunstrasen, Neun gegen neun, zweimal 35 Minuten.

Ehrgeiz neu entfacht

Die im Schnitt deutlich verjüngten Knappen übernahmen früh das Kommando und ließen eine Vielzahl an Abschlüssen auf den Frankfurter Kasten prasseln, die aber entweder zu ungenau oder bei Schlussmann Hans Steinle in guten Händen waren. Als der Rückstand dennoch nicht mehr zu vermeiden war, brachen die Adler jedoch keineswegs ein, sondern fuhren vielmehr die Krallen aus, kämpften sich ins Geschehen zurück und erkämpften sich einen 3:3-Pausenstand. Längst war vom Freundschaftsspielcharakter kaum etwas zu spüren, der Ehrgeiz der alten Rivalen war längst entfacht. Nach dem Seitenwechsel gingen die Hessen durch einen Doppelschlag von Slobodan Komljenovic gar zweimal in Führung, ehe die Hausherren am Ende den leistungsgerechten 6:6-Endstand markierten.„Wir haben uns ordentlich verkauft, erst recht nach dreieinhalb Stunden Busfahrt. Es macht immer wieder großen Spaß, mit den Jungs zu kicken“, sagte am Rande des Spiels Uwe Bindewald, der im Verbund mit Patrick Ochs über die rechte Seite für Schwung sorgte. Insgesamt ein positives Fazit der Reise, die erst nach Mitternacht wieder in Frankfurt endete, zog Tradi-Chef Karl-Heinz Körbel: „Wir sind super aufgenommen worden von den Schalkern und hatten auch nach unserem Spiel eine schöne Zeit in der Arena. Das Spiel war auf hohem Niveau, wir hatten eine sehr gute Mannschaft und haben gegen im Schnitt zehn Jahre jüngere Schalker gut Paroli geboten.“

So spielte die SGE

Steinle - Bindewald, Körbel (Müller), Schur - Ochs, Binz (Gerster), Skela (Tobollik), Komljenovic (Amstätter) - Bobic.

Tore

1:1 Amstätter
2:3 Skela
3:3 Bobic
4:4 Gerster
5:4 Komljenovic
6:5 Komljenovic
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